Sonntag, 6. September 2009

Schicksal - oder was?

Gerade habe ich eine email einer Kundin beantwortet und dabei fiel mir auf, dass immer wieder Menschen dazu neigen, dem folgenden Irrtum zu unterliegen.

Man sagt: wenn etwas leicht geht, dann ist es richtig für Dich. Wenn sich dir ständig irgendwelche Hindernisse in den Weg stellen, dann ist das ein Zeichen dafür, dass "es nicht sein soll".

So weit, so gut. Doch ist es wirklich so einfach?

Das würde ja bedeuten, dass ein Kind nach zwei bis 5 Versuchen vielleicht einfach aufhören sollte, das Gehen zu erlernen. Dass Schicksal kann es nicht wollen, dass es immer wieder hinfällt. Wenn es nicht schon bei den ersten ein oder zwei Versuchen funktioniert hat!?

Immer wieder erlebe ich es, dass Menschen die verrücktesten Sachen anstellen, kurz bevor sie vor einem entscheidenden Entwicklungssprung stehen.

So steht eine Freundin von mir vor der Frage, ob sie demnächst zu ihrem Verlobten ziehen soll. Das würde bedeuten, die Brücken in der Heimat abzubrechen und ist natürlich mit einer Menge Ängste verbunden.
Anstatt sich offen mitzuteilen und über das Thema zu sprechen, geht sie lieber zum Zahnarzt und lässt eine Behandlung über sich ergehen, die ihr wochenlange Schmerzen bereitet. Außerdem verletzt sie sich an den unterschiedlichsten Stellen. Zufall?

Sind das vielleicht Zeichen dafür, dass sie lieber nicht gehen sollte? Nun, das interessante Phänomen: Die Zahnschmerzen hören in dem Moment auf, in dem sie ihrer Mutter ihren Entschluss mitgeteilt hat, und kommen auch nicht wieder.

Das zeigt sehr klar auf, dass die Umstände nicht vom Schicksal sondern lediglich von ihrer unbewussten Angst (beziehungsweise diversen Blockaden) verursacht wurden.

Bevor Sie also denken, das Schicksal ist Ihren Träumen nicht wohlgesonnen, räumen Sie erst einmal die unbewussten Hindernisse auf.

Dabei hat sich schon so manches plötzlich von ganz allein wunschgemäß gefügt.

Herzlich Ihr Mentalcoach

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